Europatag mal anders – Europa erleben in Brüssel

Vom 08. bis 12.06. reisten die GG24 und die WG24 mit ihren Lehrkräften Katja Linnemann, Stephan Neitzel und Cornelia Kramer nach Brüssel und nahmen an einem abwechslungsreichen und informativen Programm teil, das von der Europäischen Akademie NRW organisiert wurde.

Bereits am Ankunftstag stand ein Planspiel im Parlamentarium auf dem Programm. In diesem Rollenspiel waren die Schüler*innen als Europaabgeordnete fiktiven Fraktionen zugewiesen, in denen sie Gesetzesvorhaben diskutierten, Änderungen vorschlugen und schließlich zur Abstimmung schritten. Es wurde so nachvollziehbar, wie herausfordernd Gesetzgebungsverfahren auf europäischer Ebene sind und wie entscheidend die Fähigkeit zum Kompromiss ist.

Schüler*innen schlüpfen in die Rolle von Abgeordneten

Am nächsten Tag erkundeten wir Brüssel bei einer Stadtführung, die uns auf unterhaltsame Weise die Besonderheiten dieser sehenswerten Stadt näherbrachte. Der Grand Place mit seinen Gildehäusern und dem reich verzierten Rathaus und auch der Amtssitz des Königs beeindruckten uns. Außerdem erfuhren wir, dass das Manneken Pis über eine umfangreiche Sammlung von Kostümen verfügt, die es zu bestimmten Anlässen trägt. Diese reichen von aufwändig verzierten historischen Kostümen bis hin zu Fußballtrikots bekannter europäischer Vereine, sie können in einem Museum betrachtet werden.

Impressionen während der Stadtführung

Zu Mittag gab es belgische Pommes an einer berühmten Pommesbude, wo bereits viele namhafte europäische Politiker diese Spezialität verkostet haben. Anschließend ging es in das Haus der europäischen Geschichte und zum ARD-Hauptstadtstudio. Hier begrüßte uns die bekannte Radiostimme Andreas Meyer-Feist, der uns die Arbeit von Auslandskorrespondenten näher brachte. Eine freiwillige Person durfte dann auch in die Rolle der Korrespondentin Tina Hassel schlüpfen und in einer „Liveschalte“ zu Ingo Zamperoni in den Tagesthemen eine Meldung vom Teleprompter ablesen.

Belgische Pommes und deutsches Fernsehen

Am Mittwoch konnten wir ein Gespräch mit dem EU-Abgeordneten Jens Geier (SPD) führen. Wir erfuhren einiges über den Ablauf einer Sitzungswoche und die Arbeit im Parlament aus erster Hand. Herr Geier bereichtete auch von seinem Werdegang und wie es überhaupt dazu kam, dass er nun EU-Abgeordneter ist. Wir konnten anschließend einen Blick in den Plenarsaal werfen und wurden über die Arbeit dort informiert.

Am Puls der EU

Nach der Mittagspause stand ein weiteres Wahrzeichen Brüssels auf dem Programm: das Atomium. Dieses wurde anlässlich der Weltausstellung 1958 errichtet und ist die 165-milliardenfache Vergrößerung einer Elementarzelle des Eisens. Die Kugeln sind hohl und einige davon können besichtigt werden. Wir fuhren zunächst mit einem Aufzug in die höchste Kugel, die einen tollen Blick über die Stadt bietet. In einigen der Röhren befinden sich Treppen oder Rolltreppen, teilweise mit Licht- und Soundeffekten. In den Kugeln selbst sind Ausstellungen oder auch Licht- und Soundinstallationen.

Am und im Atomium

Der folgende Tagesbericht stammt von einem Schüler der WG 24:

Wir sind an dem Tag eigentlich wie jeden Tag um 7:00 Uhr aufgestanden, um noch etwas frühstücken zu können. Nach dem Frühstück hat uns Benno, unser Busfahrer, zum Gebäude der Europäischen Kommission gefahren. Dort durften wir uns einen Vortrag zur Kommission und generell eine Zusammenfassung zur EU anhören und hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Somit haben wir nun alle wichtigen Institutionen kennengelernt, die nötig sind, um ein neues Gesetz für die Europäische Union in Kraft zu setzen.

Dazu kann man sich sehr gut das institutionelle Dreieck merken; dies beinhaltet die Kommission, das Parlament und den Rat der Europäischen Union. Gesetzesvorschläge müssen immer diese drei Schritte durchlaufen, und erst dann konnen sie theoretisch als Gesetz festgelegt werden.

Nach dem Vortrag hatten wir eine längere Mittagspause, in der wir uns etwas zu essen holen und auch etwas entspannen konnten. Nach der Mittagspause sind wir dann zu Fuß zum Militärmuseum gelaufen und haben dort eine Führung durch das Museum bekommen. Dort gab es eine der größten Militärflugzeugausstellungen in Europa, und es war wirklich eine sehr große und interessante Ausstellung. Auch der Leiter war sehr informativ und lustig und hat uns sehr gut herumgeführt. Es war wirklich sehr interessant und spannend, auch wenn ich das vorher nicht erwartet hatte.

Das Königliche Armeemuseum in Brüssel

Anschließend sind wir wieder zurück ins Hostel gefahren und hatten den Rest des Tages Freizeit, sodass wir die Stadt ein letztes Mal genießen und erkunden konnten. Ich und ein paar aus meiner Klasse haben uns das Eroffnungsspiel der WM auf einem öffentlichen Platz angeschaut, und es war noch ein sehr schöner letzter Abend.

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