„Bin heute bei Profis“ – Landtagsabgeordneter Thorsten Klute besucht Gesundheits-gymnasium
Die Lerngruppe der Jahrgangsstufe 12 befindet sich auf dem Weg zur allgemeinen Hochschulreife. Der Bildungsgang des Gesundheitsgymnasiums verbindet dabei das Abitur mit beruflichen Kenntnissen und Fähigkeiten. Viele der Schülerinnen und Schüler planen im Anschluss ein Studium im medizinischen oder pflegerischen Bereich – entsprechend praxisnah und konkret fielen auch die Fragen an den Gast aus dem Landtag aus.
Zu Beginn stellte Klute seine Arbeit als Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags sowie als Sprecher für Gesundheit und Pflege vor. Mit Blick auf den Unterricht und die fachlichen Kenntnisse der Lerngruppe zeigte er sich beeindruckt: „Bin heute bei Profis“, betonte er. Gleichzeitig hob er die Bedeutung der Berufskollegs hervor, die für „gute Bildung für alle“ stünden und jungen Menschen vielfältige Wege eröffnen.
Die Schülerinnen und Schüler interessierten sich besonders für die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt. Klute erklärte, dass KI zwar einzelne Tätigkeiten verändern werde, jedoch nicht grundsätzlich Arbeitsplätze verschwinden würden. Vielmehr entstünden neue Aufgabenfelder. Gerade in der Medizin sehe er großes Potenzial: „Im OP ist die KI ein Segen“, sagte Klute und verwies auf Unterstützungsmöglichkeiten in kritischen Situationen.
Auch die Zukunftssicherheit von Berufen im Gesundheits- und Pflegebereich wurde aus Sicht der Lernenden intensiv diskutiert. Klute betonte, dass diese Tätigkeiten langfristig sehr gefragt bleiben werden. Der menschliche Faktor sei in der Pflege unverzichtbar. Gleichzeitig verwies er auf steigende Zahlen Pflegebedürftiger bei gleichzeitig sinkender Zahl an Fachkräften. Entsprechend gut seien die Perspektiven für junge Menschen, die sich für diesen Bereich entscheiden.
Weitere Fragen der Jahrgangsstufe richteten sich auf Veränderungen medizinischer Berufsbilder. Online-Sprechstunden würden zunehmen, erläuterte Klute, und auch Apotheken stünden durch digitale Konkurrenz vor Umbrüchen, erhielten zugleich aber neue Kompetenzen. Kritisch äußerte er sich zur begrenzten Zahl von Medizinstudienplätzen und forderte einen stärkeren Ausbau, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken.
Auch persönliche Zukunftsfragen brachten die Schülerinnen und Schüler in das Gespräch ein. Themen wie Verdienstmöglichkeiten, Rentensicherheit und Arbeitsbedingungen wurden offen diskutiert. Klute verwies darauf, dass etwa Pflegefachkräfte bereits in der Ausbildung vergleichsweise gut vergütet würden und nach dem Abschluss solide Einstiegsgehälter möglich seien. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung guter Arbeitsbedingungen, um soziale Berufe dauerhaft attraktiv zu halten.
Zum Abschluss lud Klute die Lerngruppe zu einem Besuch in den Landtag nach Düsseldorf ein und ermutigte die Schülerinnen und Schüler, politische Debatten vor Ort zu verfolgen. Zudem unterstrich er die Bedeutung demokratischer Parteien für gesellschaftliche Stabilität und rief dazu auf, sich aktiv mit politischen Themen auseinanderzusetzen.

