Aufbruch in neue Bildungswelten – auf den Spuren von Kolumbus

In Palos de la Frontera, unweit der historischen „Lugares Colombinos“, liegt das CPIFP Profesor José Luis Graíño (https://www.profesorjoseluisgraiño.es/ ), ein modernes Zentrum der beruflichen Bildung mit enger Verzahnung zur regionalen Wirtschaft und internationalen Ausrichtung.

Während des dreitägigen Besuchs standen für Silvia Oberender und Katja Linnemann vor allem der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Die Delegation aus Halle hospitierte in verschiedenen Unterrichtseinheiten und gewann einen authentischen Eindruck vom spanischen Berufsbildungssystem. Besonders beeindruckend war die Vielfalt der angebotenen Bildungsgänge – von Verwaltung und Logistik bis hin zu hochspezialisierten technischen und industriellen Berufen.

Ein Highlight waren die Präsentationen der spanischen Schülerinnen und Schüler, die ihre Modellunternehmen kompetent und selbständig im Englischunterricht vorstellten. Die Beiträge zeigten deutlich, wie praxisnah und projektorientiert am Zentrum gearbeitet wird – ein Ansatz, der auch für zukünftige gemeinsame Projekte großes Potenzial bietet.

Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung eines Praktikumsbetriebs. Das Zentrum arbeitet eng mit zahlreichen Unternehmen zusammen und ermöglicht den Lernenden durch duale Ausbildungsanteile wertvolle Praxiserfahrungen. Besonders spannend für die Zusammenarbeit: Das CPIFP Profesor José Luis Graíño engagiert sich stark in Zukunftsthemen wie erneuerbaren Energien und nachhaltiger Industrie, etwa durch Projekte im Bereich Wasserstofftechnologie.

Diese inhaltlichen Schwerpunkte bieten eine ideale Grundlage für gemeinsame Projekte, beispielsweise zum Thema Nachhaltigkeit und Energiewende.

Insgesamt war das Job Shadowing der Grundstein für eine neue Erasmus-Partnerschaft. Beide Einrichtungen sehen großes Potenzial in einer engen Zusammenarbeit. Geplant sind unter anderem

  • gemeinsame Schülerprojekte, etwa im Bereich Nachhaltigkeit
  • Job Shadowings für Lehrkräfte
  • gegenseitige Unterstützung bei der Vermittlung von Auslandspraktika

Gerade die starke Vernetzung des spanischen Zentrums mit regionalen Unternehmen eröffnet Chancen, Schülerinnen und Schülern internationale Praxiserfahrungen zu ermöglichen.

Von links: Silvia Oberender, Katja Linnemann (BK Halle); Diego Guerrero Asencio, Ana Pedro Mora (CPIFP Profesor José Luis Graíño)

Wie einst Kolumbus von Huelva aus in unbekannte Welten aufbrach, markiert auch dieser Besuch einen neuen Anfang – diesmal im europäischen Bildungsraum. Die drei intensiven Tage haben nicht nur Einblicke in ein innovatives Berufsbildungszentrum ermöglicht, sondern vor allem den Grundstein für eine lebendige Partnerschaft gelegt, von der beide Seiten langfristig profitieren werden.

„Erasmusentdecker“ Silvia Oberender und Katja Linnemann vor der Kolumbus-Statue in Huelva
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