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20.09.2018

Feierliche Zertifizierung als ''Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage''

Schule gegen Rassismus"Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ist ein Projekt für alle Schulmitglieder. Es bietet Kindern, Jugendlichen und Pädagog*innen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Dies ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland.

Ihm gehören über 2.700 Schulen an, die von rund eineinhalb Millionen Schüler*innen besucht werden (Stand: Mai 2018). Unterstützt werden die Schüler*innen und Pädagog*innen dabei von mehr als 70 Koordinierungsstellen und 350 außerschulischen Kooperationspartnern.“

Quelle: https://www.schule-ohne-rassismus.org/startseite/

Schule gegen Rassismus

Babette Ytienza, im letzten Schuljahr die Projekt betreuende SV-Lehrerin, eröffnete die Veranstaltung und bedankte sich bei allen Mitwirkenden an diesem Projekt, insbesondere bei den Schülerinnen und Schülern der SV.

Schule gegen RassismusSchulleiter Dietmar Hampel begrüßte alle Anwesenden und bedankte sich bei allen beteiligten Schülerinnen und Schülern und allen Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement, das zur Verleihung der Auszeichnung "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" geführt habe.

Er zeigte auf, wo sich Rassismus heutzutage zeigt: Zu nennen wären die Ereignisse in Chemnitz, aber auch in  alltäglichen Situationen zeigt sich Intoleranz, in denen Menschen, weil sie eine andere Hautfarbe haben, eine andere Religion leben, einem anderen Kulturkreis entstammen oder eine andere sexuelle Orientierung haben, verfolgt, diskriminiert oder gemobbt werden.

Er appellierte, rassistischen Handlungen entgegenzutreten und nicht wegzuschauen, wenn Menschen verfolgt oder die Menschenwürde verletzt wird - im Alltag, in der Schule und im Beruf, in der Familie, im Freundeskreis oder in den sozialen Netzwerken.
Seine Rede endete mit dem aktuellen Antirassismus-Slogan: "Wir sind mehr!"

Schule gegen RassismusFrau Rodenbrock-Wesselmann, Bürgermeisterin der Stadt Halle, gratulierte der ganzen Schule zu der Zertifizierung als "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage".

Sie betonte, dass in der Stadt Halle kein Platz für Rassismus sei. So seien inzwischen 500 Flüchtlinge aufgenommen worden, die vorbildlich und mit viel Engagement von den Mitbürgern der Stadt aufgenommen worden seien.

Sie verlieh ihrem Wunsch Ausdruck, dass sich noch mehr Menschen in Halle offen gegen Rassismus positionieren sollten, um das friedliche Zusammenleben aller Menschen in der Stadt zu bewahren.

 

 

Anschließend überreichte Frau Sabine Heidjann vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Gütersloh den Schülerinnen und Schülern der SV stellvertretend für alle Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Halle die Urkunde zur Zertifizierung unserer Schule als "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage".

Schule gegen Rassismus

In Ihrer Rede vor dem Publikum in der Aula des Berufskollegs Halle betonte Sie, dass "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ein Schülerprojekt sei und dass die Schülerinnen und Schüler immer mitbestimmen und selbst Aktionen initiieren sollten, die aber immer mit Haltung durchgeführt  werden und außerdem viel Aufmerksamkeit erzeugen sollten . 

Dann der Höherpunkt: Der Flashmob "Where is the love?" mit Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs Halle.

Schule gegen Rassismus

Um den Schülerinnen und Schülern einen Denkanstoß zum Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu geben, sollte das Lied „Where is the love“ (Black Eyed Peas, veröffentlicht 2013) appellierend an unseren Vielfalt-Leitgedanken der Schule wirken.

Das gesamte Lied thematisiert Probleme wie Terror, Gewalt, Rassismus und Zorn.

 

Schule gegen Rassismus

Das Lied beschreibt die negativen Auswirkungen von Respektlosigkeit, Selbstsucht und Mangel an Werten. Neben den anzustrebenden Werten wie Gleichberechtigung, Einheit und Fairness, ist im Gesamtkontext die Liebe („Where is the love?“) das eigentliche Thema.

Schule gegen Rassismus

Die Auswahl des Liedes ist aufgrund der aktuellen Lage, sei es in Deutschland, Europa oder auf der ganzen Welt, im Hinblick auf politische Veränderungen – Präsident Trump in den USA, Flüchtlingskrise in ganz Europa oder das Heranwachsen fragwürdiger nationalistischer Parteien in Deutschland – getroffen worden und damit Bezugspunkt für die gesamte Schülerschaft.

Schule gegen Rassismus

Zudem wurde bewusst ein Lied in englischer Sprache gewählt, damit zum einen das Bewusstsein für Europa als Einheit, in der Englisch die Verkehrssprache darstellt, hervorgehoben und zum anderen der moderne und innovative Charakter des Berufskollegs Halle unterstrichen wird.

Der Refrain des Liedes wurde mehrere Male (mit der Melodie des Liedes im Hintergrund) gesungen, was ein tolles Gefühl der Gemeinsamkeit gegen Intoleranz und Rassismus vermittelte.

Um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und damit auch ein gewisses Toleranzgefühl auszubauen, ist es von Bedeutung, Aktivitäten wie diese, die das gesamte Berufskolleg involviert, zu wiederholen.
Der Charakter der Veranstaltung sollte als Orientierung dienen, um weitere Zeichen für eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu setzen.

Schule gegen RassismusZum Ende der feierlichen Zertifizierung bedankte sich Laura Bunkenburg im Namen der SV bei allen Klassen und allen Lehrerinnen und Lehrern für die Mitarbeit an der Aufführung des Liedes "Where is the Love".

Sie appellierte an alle, tolerant zu sein und eine Gemeinschaft zu bilden, die einheitlich gegen den Terror kämpft, anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen. So seien wir doch alle nur Menschen - egal welche Nationalität, welche Hautfarbe und welche Religion wir haben.

Sie betonte, die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule hätten heute den ersten Schritt gemacht und gezeigt, dass sie verstanden hätten, was Rassismus bedeutet und dass sie Rassismus nicht an unser Schule tolerien wollten. Sie wollten stattdessen der Gesellschaft zeigen, welche Auswirkungen Rassismus auch auf das Leben jedes Einzelnen hat.

Sie kündigte an, auch in den kommenden Jahren immer wieder Projekte zu starten, die über Rassismus aufklären und zeigen, was jeder Einzelne durch kleine Taten erreichen kann, um die Welt ein bisschen besser zu machen.

 

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